Wärmeleitende und tropfenabscheidende Tuftingstrukturen zur Luftentfeuchtung
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Die Konvektionstrocknung ist ein industriell weit verbreitetes Verfahren, das auch in textilen Dienstleistungsbetrieben angewandt wird.
Neben dem hohen Energiebedarf können die zum Erhalt einer ausreichenden Produktivität notwendigen hohen Temperaturen (bis zu 160 °C im Tunnelfinisher) zu Textilschädigungen führen.
Da die Trocknungsgeschwindigkeit von der Temperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit der Heißluft abhängt, lässt sich bei gleichbleibender Produktivität eine Verringerung der Temperatur erzielen, indem die relative Luftfeuchtigkeit der Heißluft verringert wird.
Vor diesem Hintergrund wird am wfk – Cleaning Technology Institute e.V. in Kooperation mit dem TFI – Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e.V. ein Verfahren zur Luftentfeuchtung entwickelt, bei dem die zur Kondensation des dampfförmigen Wassers entzogene Wärme der entfeuchteten Luft über wärmeleitende Tuftingstrukturen größtenteils wieder zugeführt wird und die kondensierten Wassertropfen mittels tropfenabscheidender Tuftingstrukturen abgeführt werden.
Der Wärmeübertrag erfolgt über Doppelschlingen aus wärmeleitenden Garnen, wobei sich eine Schlinge auf der Vorderseite und die andere auf der Rückseite eines luftundurchlässigen Tuftingträgers befinden. Zur Tropfenabscheidung werden Tuftingstrukturen mit hydrophilem Pol (Primärabscheidung) und hydrophobem Rücken (Sekundärabscheidung) entwickelt.
Tuftingstrukturen zeichnen sich durch ihre große spezifische Oberfläche aus, sodass auch bei verfahrensbedingt hohen Volumenströmen aufgrund der großen Kontaktfläche ein hoher Wärmeübertrag bzw. ein hoher Tropfenabscheidegrad zu erzielen ist.
Geplant ist, das neue Verfahren exemplarisch auf die Heißluftentfeuchtung bei der Trocknung von Berufs- und Schutzkleidung in textilen Dienstleistungsbetrieben auszulegen.