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Hygienisierung von Sicherheitsschuhen mit Plasma-aktiviertem Wasserdampf

IGF 19288 N

Aus Leder aufgebaute Sicherheitsschuhe sind aufgrund der stabilen Konstruktion und langen Tragezeiten ggf. in Kombination mit hohen Umgebungstemperaturen einem hohen Schweißeintrag ausgesetzt.

Derzeit existieren keine geeigneten Verfahren zur Hygienisierung von solchen Lederschuhen. Es besteht daher dringender Bedarf nach einem effizienten, tiefenwirksamen Verfahren zur Hygienisierung von Sicherheitsschuhen.

Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung eines effizienten, tiefenwirksamen Verfahrens zur Hygienisierung von Sicherheitsschuhen, das eine Desinfektion und Desodorierung des Innenschuhs mittels Plasma-aktiviertem Wasserdampf und anschließende Trocknung ermöglicht, ohne den Innenschuh bzw. das textile Futter zu schädigen und Schutzfunktionen zu beeinträchtigen.

Erreicht werden soll dies durch eine zu entwickelnde Trocknungseinheit mit Zu- und Abluftsystem, welches einen Eintrag von Trockendampf (Plasma-aktivierter Wasserdampf) und Trockenmedium (Luft) in den Innenschuh erlaubt.

Durch Adaption einer dielektrischen Barriereentladungsdüse an das Zuluftsystem wird ein Schuhhygienisator entwickelt. Im Rahmen von Laboruntersuchungen wird die hygienische (Desinfektion und Desodorierung) und materialschonende Aufbereitung von Innenschuhmaterialien mittels Plasma-aktiviertem Wasserdampf untersucht.

Unter Einsatz eigens dafür entwickelter Modellschuhe mit integrierten Sensoren (z.B. Temperatur, rel. Luftfeuchtigkeit) erfolgt die Optimierung relevanter Plasma- und Dampfparameter zur Realisierung eines automatisierten Verfahrens zur effizienten, tiefenwirksamen Hygienisierung und Trocknung von Sicherheitsschuhen.

Abschließend erfolgen die Überprüfung der Sicherheitsfunktion nach Mehrfachbehandlung und die Entwicklung von Logistikkonzepten mittels RFID.

Der Forschungsbericht ist auf Anfrage bei der FRT erhältlich.

Das IGF-Pro­jekt 19288 N der For­schungs­ver­ei­ni­gun­gen Eu­ro­päi­sche For­schungs­ge­mein­schaft Rei­ni­gungs- und Hy­gie­ne­tech­no­lo­gie e.V., Cam­pus Fich­ten­hain 11, 47807 Kre­feld, wurde über die AiF im Rah­men des Pro­gramms zur För­de­rung der in­dus­tri­el­len Ge­mein­schafts­for­schung und -ent­wick­lung (IGF) vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und En­er­gie auf­grund eines Be­schlus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges ge­för­dert.