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Dynamisch vernetzte Pflegebefilmung für elastische Bodenbeläge

IGF 21338 N

Ziel des Forschungsvorhabens sind quasi-liquide Beschichtungssysteme zur Generierung öl- und wasserabweisender Oberflächen auf porösen Fassadenmaterialien.

Derartige quasi-liquide Beschichtungssysteme basieren auf speziell zu entwickelnden trifunktionalen Polymeren, die aus einer Polydimethylsiloxan-(PDMS)-Gruppe, einer solvophilen Gruppe und einer substrataffinen Ankergruppe bestehen und in wässriger Beschichtungslösung Assoziationskolloide ausbilden.

Nach der Applikation kommt es im Trocknungsprozess aufgrund der Inversion der Polarität an der Grenzfläche und Ausbildung bindender Wechselwirkungen zwischen solvophilen Gruppen benachbarter trifunktionaler Polymere zur Öffnung der Assoziationskolloide unter Ausbildung einer Monolage ausgerichteter PDMS-Ketten an der Oberfläche des Fassadenmaterials (quasi-liquides Beschichtungssystem).

Kovalente Bindungen zwischen Ankergruppen der trifunktionalen Polymere und Fassadenmaterial führen zu hoher Stabilität des Beschichtungssystems.

Auftreffende Anschmutzungen gleiten von hoch beweglichen, ausgerichteten PDMS-Ketten des quasi-liquiden Beschichtungssystems ab, wodurch die Verschmutzung derartig beschichteter Fassadenmaterialien deutlich verlangsamt wird.

Eine einfache, schnelle, materialschonende Reinigung wird durch Anpassung der Benetzbarkeit des Beschichtungssystems mit Wasser (Optimierung der Länge ausgerichteter PDMS-Ketten) sichergestellt.

Das IGF-Pro­jekt 21338 N der For­schungs­ver­ei­ni­gun­gen Eu­ro­päi­sche For­schungs­ge­mein­schaft Rei­ni­gungs- und Hy­gie­ne­tech­no­lo­gie e.V., Cam­pus Fich­ten­hain 11, 47807 Kre­feld, wird über die AiF im Rah­men des Pro­gramms zur För­de­rung der in­dus­tri­el­len Ge­mein­schafts­for­schung und -ent­wick­lung (IGF) vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und En­er­gie auf­grund eines Be­schlus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges ge­för­dert.