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Testsystem zur Bewertung von Benetzbarkeit und Oberflächenreinheit

IGF 19864 N

Eine wichtige Kenngröße zur Charakterisierung von Oberflächen ist ihre Benetzbarkeit.

Eine gute Benetzbarkeit ist zwingende Voraussetzung, um eine homogene Beschichtung bei Kleb-, Lackier- und Druckprozessen zu erzielen. Über die Änderung der Benetzbarkeit lässt sich auch die Reinheit einer Oberfläche ableiten und Auskunft über die Anschmutzung bzw. die Reinigungsqualität erhalten, da Verunreinigungen die Oberfläche maskieren.

In einem Labor kann die Benetzbarkeit mit teuren Laborgeräten unter Einsatz verschiedener Testflüssigkeiten ermittelt werden, was für Praxisbetriebe jedoch zu aufwendig bzw. nicht praktikabel (Reinigungsfirmen) ist.

Hier kommen Testtinten für eine schnelle Messung zum Einsatz. Jedoch können mit unterschiedlichen Testtinten ermittelte Werte bei einzelnen Oberflächen massiv voneinander abweichen bzw. nicht mit Laborwerten korrelieren und bei anderen weitgehend übereinstimmen.

Die Ursache dafür liegt nach der Arbeitshypothese der Antragsteller darin, dass die auf dem Markt befindlichen Tintensätze nicht zwischen stark dispersen bzw. überwiegend polaren Wechselwirkungen zwischen Tinten und Oberflächen differenzieren.

Dies soll bei der hier geplanten Neuentwicklung neuer Testtinten berücksichtigt werden.

Es ist geplant einen Testtintensatz für stark disperse und einen Satz für überwiegend polare Oberflächen zu entwickeln und mittels einer Mastertinte auszuwählen, welcher der beiden Tintensätze für die jeweilige Oberfläche geeignet ist.

Ziel des Projekts ist die Abfallvermeidung bei Foliendruckbetrieben und Lackierereien und somit Kostenreduktion sowie die Entwicklung eines Verfahrens zur Überprüfung und Dokumentation von Reinigungsmaßnahmen für Bereiche, in denen die zu reinigenden Oberflächen stark variieren und zudem die Untersuchung großer Testflächen notwendig ist.

Der Forschungsbericht ist auf Anfrage bei der FRT erhältlich.

Das IGF-Pro­jekt der For­schungs­ver­ei­ni­gun­g Eu­ro­päi­sche For­schungs­ge­mein­schaft Rei­ni­gungs- und Hy­gie­ne­tech­no­lo­gie e.V., Cam­pus Fich­ten­hain 11, 47807 Kre­feld, wurde über die AiF im Rah­men des Pro­gramms zur För­de­rung der in­dus­tri­el­len Ge­mein­schafts­for­schung und -ent­wick­lung (IGF) vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und En­er­gie auf­grund eines Be­schlus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges ge­för­dert.