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Temperatur-connective Polyurethanvergütung für elastische Bodenbeläge

IGF 20899 BG

Ziel des Forschungsvorhabens ist eine Temperatur-connective Polyurethan (PU)-Vergütung aus speziell zu entwickelnden thermoplastischen Polyurethanen mit thermisch schaltbaren vernetzenden Funktionen als Endgruppen (kooperative TPUs).

Eine derartige Temperatur-connective PU-Vergütung ermöglicht eine effiziente Sanierung elastischer Bodenbeläge: zum einen ist deren vollflächige oder partielle Erneuerung möglich, und zum anderen ist sie mittels Prägeformen strukturierbar. Durch die Prägung lassen sich bodenbelagsrelevante Eigenschaften (z.B. optisches Erscheinungsbild, Rutschhemmung, Anschmutzverhalten) im Rahmen der Herstellung einstellen und während der Gebrauchsdauer durch Restrukturierung aufrechterhalten.

Die Temperatur-connective PU-Vergütung zeigt eine reversible Änderung ihres Vernetzungszustands in Abhängigkeit von der Temperatur, wodurch sie unter Applikationsbedingungen den Bodenbelag homogen benetzt (niedrigviskoser Zustand), im Prägeprozess eine effektive Strukturierung ermöglicht (hochviskoser Zustand) und unter Gebrauchsbedingungen (fester Zustand) eine hohe mechanische Stabilität aufweist.

Eine hohe Haftung bei Gebrauch wird durch Temperatur-connective Nutzschichten elastischer Bodenbeläge realisiert, die reversible Bindungen zur Temperatur-connectiven PU-Vergütung ausbilden. Den Reinigungsdienstleistern und den Herstellern elastischer Bodenbeläge wird durch die Projektergebnisse eine innovative Vergütung für elastische Bodenbeläge zur Verfügung gestellt.

Aufgrund der effizienten Sanierbarkeit von Bodenbelägen mit einer derartigen Vergütung kann auf den aufwendigen Einsatz erneuerbarer Pflegebefilmungen verzichtet werden. Hersteller elastischer Bodenbeläge können ihren Marktanteil weiter ausbauen bzw. neue Absatzmärkte erschließen.

Das IGF-Pro­jekt 20899 BG der For­schungs­ver­ei­ni­gun­gen Eu­ro­päi­sche For­schungs­ge­mein­schaft Rei­ni­gungs- und Hy­gie­ne­tech­no­lo­gie e.V., Cam­pus Fich­ten­hain 11, 47807 Kre­feld, wird über die AiF im Rah­men des Pro­gramms zur För­de­rung der in­dus­tri­el­len Ge­mein­schafts­for­schung und -ent­wick­lung (IGF) vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und En­er­gie auf­grund eines Be­schlus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges ge­för­dert.